Universität Stuttgart und centrotherm photovoltaics bringen Photovoltaik-Wissen und Technologie nach Äthiopien

Blaubeuren, 12.10.2010

  • Erste „Summer School“ für Photovoltaik im zehntgrößten Staat Afrikas
  • Sponsoring für größte Solaranlage des Landes
  • Praktische Prüfung: Studierende installieren Sonnenstrom-Anlage

Die Universität Stuttgart und die centrotherm photovoltaics AG machen sich gemeinsam für Äthiopien stark: In einer einmaligen Aktion unterstützen das Institut für Physikalische Elektronik und die Photovoltaik-Experten aus Blaubeuren die Bahir Dar Universität in Äthiopien. Die Universität, die zu den größten Hochschulen des Landes zählt, wird mit Fachwissen über Sonnenstrom und einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Während der einwöchigen „Summer School“ Mitte Oktober unterrichten Fachleute von der Universität Stuttgart und von centrotherm photovoltaics Studierende des Technik-Instituts in den theoretischen und praktischen Grundlagen der Photovoltaik (PV) – von der Solarzellentechnologie über das Systemdesign bis zu den ökonomischen Aspekten von PV-Anlagen.

„Die Photovoltaik ist Zukunftstechnologie und eignet sich gut, um die dezentrale Energieversorgung Äthiopiens zu verbessern“, sagt Professor Jürgen H. Werner, Direktor des Instituts für Physikalische Elektronik an der Universität Stuttgart. “Wir sehen es als unsere wissenschaftliche Pflicht, zusätzlich zur Technologie auch die dazugehörige Lehre weiterzuvermitteln.“

Als besonderes Highlight werden die Experten gemeinsam mit den Studierenden der „Summer School“ eine 10-Kilowatt-Anlage auf dem Campusgelände installieren. Möglich wurde dieses Projekt durch die großzügige Unterstützung der centrotherm photovoltaics AG und des Solar2World-Programmes der SolarWorld AG. Das Unternehmen Papendorf SE unterstützt das Projekt mit Messtechnik, die eine wissenschaftliche Verwertung der erhobenen Daten ermöglicht. Positiver Nebeneffekt: Die Computer- und Technikräume der Bahir Dar Universität verfügen künftig über ein autarkes Stromnetz. Äthiopien hat große Probleme mit der geregelten Stromversorgung. Es ist keine Seltenheit, dass über mehrere Stunden der Strom ausfällt.  

Über das neue Stromnetz und über das installierte Anschauungsmaterial freut sich Professor Gerald Higelin. Der Furtwangener Hochschullehrer, Initiator und Co-Organisator der Summer School, hat vor einigen Semestern das Technologische Institut der Bahir Dar Universität gegründet und unterrichtet dort seit knapp einem Jahr. Der Studiengang soll künftig um die Fächer Solartechnik und Erneuerbare Energien erweitert werden.

„Wir unterstützen dieses Pilotprojekt in Äthiopien gern als Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften und als dauerhaft sinnvolle Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand der centrotherm photovoltaics AG, weltweit größter Technologielieferant und Anlagenbauer der Photovoltaikbranche.

Über centrotherm photovoltaics AG

Die centrotherm photovoltaics AG mit Sitz in Blaubeuren ist der weltweit führende Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaikbranche. Das Unternehmen stattet namhafte Solarunternehmen und Branchen-Neueinsteiger mit schlüsselfertigen („Turnkey“) Produktionslinien und Einzelanlagen für die Herstellung von Silizium, kristallinen Solarzellen und -modulen sowie Dünnschichtmodulen aus. Damit verfügt der Konzern über eine breite und fundierte Technologiebasis sowie Schlüsselequipment auf nahezu allen Stufen der photovoltaischen Wertschöpfungskette. Seinen Kunden garantiert centrotherm photovoltaics wichtige Leistungsparameter wie Produktionskapazität, Wirkungsgrad und Fertigstellungstermin. Der Konzern beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter und ist weltweit in Europa, Asien und den USA aktiv. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte centrotherm photovoltaics bei einem Umsatz von 509,1 Mio. Euro ein EBIT von 37,2 Mio. Euro und ist im TecDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Über das Institut für Physikalische Elektronik an der Universität Stuttgart

Im Zentrum von Forschung und Lehre des Instituts für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart (ipe) steht die Photovoltaik (PV). Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Werner stellt das ipe Solarzellen und PV-Module aus Silizium her und arbeitet dabei eng mit Photovoltaikfirmen zusammen. Das Spektrum der Forschungsthemen reicht von hocheffizienten einkristallinen Si-Zellen über Siebdruckprozesse für multikristalline Zellen bis zu flexiblen Modulen auf der Basis amorphen und nanokristallinen Siliziums. Um die Vorhersage der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen zu verbessern, untersucht das ipe auch den Ertrag verschiedener PV-Technologien an Standorten mit unterschiedlichen  klimatischen Bedingungen.


Kontakt:
centrotherm photovoltaics AG                                    
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Manager Public Relations                
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Dipl.-Pol. Tobias Klaus
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